Kaffeecampus 2013

Zum dritten mal lud die Deutsche Röstergilde diese Woche zum Kaffecampus ein. Diesmal nach Berlin, ins Kosmos in Friedrichshain, das meiner Meinung nach eine sehr gute Wahl war. In diesem Jahr tat man sich auch zum ersten mal mit den SCAE Meisterschaften, der sogenannten Kaffeeolympiade zusammen, was ebenfalls eine gute Entscheidung war. Hatte die SCAE in den letzten Monaten doch offensichtliche Probleme. Also warum nicht Synergien nutzen, zumal der ganze Event trotz der Zusammenlegung immer noch sehr überschaubar war und man gut erkennen konnte, dass die deutsche Spezialitätenkaffee-Szene (noch) ein recht überschaubares Grüppchen ist.

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Den Kaffeecampus konnte man, wie auch im Programmheft ersichtlich, in die eigentliche Messe, Workshops und Seminare und die Kaffee Olympiade einteilen. Das Programmheft war schön aufgemacht und übersichtlich, so wie man sich das wünscht, es kann hier übrigens nach wie vor runtergeladen werden.

Die eigentliche Messe war mit vielen relevanten Firmen eigentlich ausnahmslos interessant und man konnte neue Espressomaschinen z.B bei La Marzocco , Dalla Corte oder ECM testen, oder Mühlen bei Mahlkönig. Gleich im Eingangsbereich konnte man ständig an Cuppings teilnehmen, wobei ich besonders lobend erwähnen will, das sogar Cupping Löffel gestellt wurden. Für mich als Röster war es besonders erfreulich dass auch tatsächlich vor Ort geröstet werden konnte. Es standen Röster von Probat, Giesen und Diedrich bereit, wobei der Giesen leider gar nicht angeschlossen war. Rohkaffee wurde auch gestellt und es stand immer Personal am Röster, die gerne Fragen beantworteten und falls nötig auch Hilfestellung gaben. Auf den Kenya AA den ich mit dem Probat rösten durfte, bin ich auf jeden Fall schon sehr gespannt.

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Beim Tagespreis von 3 ,- Euro konnte sich mit Sicherheit keiner beschweren. Beim genaueren Blick ins Programmheft wurde jedoch klar das Workshops und Seminare extra kosten. Das man für einen Latte Art Workshop der von der Berlin School of Coffee angeboten wurde etwas Geld nimmt kann ich gut nachvollziehen, zumal ein ähnlicher Workshop normalerweise gern das 3-4 fache kostet. Aber für eine etwa 45 minütige Powerpointpräsentation über Filterkaffee 49,- Euro zu nehmen und dann nicht mal ein Hand Out vorbereitet geht so leider gar nicht. Doch es gab auch noch den kostenlosen Talk der Berlin Coffee Society den ich persönlich zum größten Teil sehr spannend fand.

Wem das jetzt alles noch nicht genug CoffeeNerd-mäßig war, der kann jetzt noch die ganze Nacht einzelne Wettkämpfe der Kaffee Olympiade als video anschauen. Ich empfehle hier besonders die Performance von Cory Andreen im Brewers Cup, da musste ich zum Teil schon sehr schmunzeln, wenn man sieht was man sich so alles beim Kaffee zubereiten ausdenken kann.

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Alles in Allem also eine gelungene Veranstaltung auf die ich mich im nächsten Jahr schon freue.

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