Clever Dripper

Bei aller Liebe zum Detail entspricht es mir doch viel eher Dinge zu vereinfachen und sie simpel aber effektiv zu halten. Spätestens wenn man in der Gastronomie Kaffee zubereitet finde ich solche Lösungen extrem hilfreich. Der „Clever Dripper“ schien mir schon länger genau so ein „Tool“ zu sein. Er ist eine Kombi aus Frenchpress und Filter, beides Brühmethoden denen ich einiges abgewinnen kann. Der Kaffee aus der Frenchpress hat z.B. meistens einen vollen Körper durch den langen und direkten Kontakt von Kaffee und Wasser. Ein gefilterter Kaffee besticht hingegen meistens eher durch seine Klarheit und kommt rund und ausgewogen in die Tasse.

Clever Dripper

Die Idee hinter dem Clever Dripper ist ganz einfach: Ein großer Filter, ( je nach Tassengröße für 2-3 Tassen) der unten eine Klappfunktion (Shut Off System) hat, mit der man selbst bestimmt wann der Kaffee unten in die Tasse gelassen wird. So lange wird dClever-Beilegezetteler Kaffee zusammen mit dem Wasser, ähnlich wie bei der Frenchpress, im Filter gehalten. Damit der Kaffee während der Brühzeit nicht zu sehr auskühlt wird ein Deckel mitgeliefert. Der „Shut Off“ Mechanismus wird ausgelöst indem der Filter auf eine Tasse gesetzt wird.
In der Theorie war für mich ein Manko, dass der Clever Dripper aus Kunststoff ist, was ich z.B. bei der Aeropress als Nachteil sehe. Doch hier hat der Hersteller mitgedacht und verweist in einem Beilegzettel auf die Verträglichkeit des Materials.

Im ersten direkten Vergleich zwischen Clever Dripper und Hario V60 Filter mit je 13 g Kaffe auf 200 ml in 2 min Durchlaufzeit mit dem aktuellen Quijote Kaffee X-Roast Ethiopia Kochere schmecke ich kaum spürbare Unterschiede. Mit 3 min. Brühzeit, wie vom Hersteller empfohlen könnte ich mir vorstellen ist der Unterschied vermutlich etwas deutlicher bzw. man muß unterschiedliche Mahlgrade nehmen um für 200 ml überhaupt 3 min mit dem V60 zu brauchen. Fürs Erste bin ich aber voll zufrieden. Als Papierfilter habe ich übrigens den Melitta „Original “ 1×4 genommen.

Bleibt noch das Rezept von Johanna Wechselberger aus Ihrem Buch „Filterkaffee“ zu probieren.

Nachtrag: Sehe grad dass der Kochere X-Roast bereits vergriffen ist, alle anderen Filterkaffees von Quijote sind aber auch sehr lecker.

Rösten von Kaffee – Magie, Kunst, Wissenschaft

Schon wieder eine Buchbesprechung? Nein. Es ist lediglich eine Info aus gegebenem Anlass.
Seit Jahren kursierte das Buch „Rösten von Kaffee“ zum absurden Preis von knapp 100,- Euro im Netz als „gebrauchtes“ Exemplar. Doch jetzt ist es endlich wieder für einen normalen Preis von 14,90 und zwar für „Neuware“ beim größten Online Buchverkäufer zu haben. Ich dachte vielleicht freut das noch wen so sehr wie mich. Das Buch ist meiner Meinung nach das fundierteste was man zum Thema Rösten bekommen kann und eigentlich auch das einzige mit dem man wirklich etwas anfangen kann. Herausgegeben wird das Buch übrigens von den Probat Werken, also quasi einer der besten Adressen wenn es ums Kaffee rösten geht.

Roesten_von_Kaffee