Kaffee Wichteln

Auf Instagram teilen bekanntlich immer wieder Menschen mit welchen Kaffee sie momentan trinken und wie sie diesen finden. In den Kommentaren eines solchen Bildes entstand zwischen @bosch, @lastguest_hh und @roitsch die Idee ein Kaffee Wichteln zu organisieren.

#thirdwavewichteln

Die Idee ist so einfach wie begeisternd. Alle die gerne am weihnachtlichen Kaffeetausch teilnehmen möchten, tragen sich ein, @roitsch nimmt diese Daten entgegen, mischt sie und teilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Adresse zu an die dann ein Päckchen hervorragender Kaffee geschickt wird. Am 23.12. sollten die Päckchen jeweils ankommen, so dass der weihnachtliche Kaffeegenuss beginnen kann.

Hier geht’s zum Formular über das Du Dich registrieren kannst. Die Regeln kannst Du hier einsehen, und alles zusammen findest Du in diesem Tumblr.

Ich bin gespannt was sich aus diese Aktion alles ergibt …

Amerika im Schwarzen Goldrausch

Immer wieder schön, einfach so unkommentiert hier ein Video zu posten während man schon seit Tagen am nächsten Blogpost feilt. Fand den Bericht sehr interessant und finde das der Barista in der Reportage original wie der Sänger von Thrice aussieht. geht das noch wem so?

Wußte übrigens nicht das Portland so ein Kaffee-Mekka sein soll, wieder was gelernt.

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(hier ein verlinkter Screenshot der zum Video in der ARD Mediathek verweist, hoffe die Reportage ist dort noch eine Weile online)

Die goldene Crema-Regel

An der Crema eines Espresso scheiden sich ja bekanntlich die Geister, darum hier in aller Kürze
eine bewährte Faustregel.

1. Wenn die Crema ohne sonstige Einwirkung nach einer Minute noch besteht ist sie – gut.

2. Wenn man in die Crema dauerhaft einen Smiley zeichnen kann dann ist sie – sehr gut.

3. Mit der ultimativen Crema hat man es allerdings nur zu tun, wenn die Crema so dicht ausgeprägt ist, dass sie den Espresso quasi wie ein Deckel oben verschliesst. Begünstigt durch die Oberflächenspannung kann man die Tasse dann sogar samt Espresso umdrehen.

 

Viel Spaß beim ausprobieren.

 

Crema

Nachtrag: Ich hoffe man konnte diesen Eintrag samt seines Inhalts in Bezug auf sein Erscheinungsdatum entsprechend zuordnen und keiner hat sich seine Klamotten mit einem Espresso versaut. Sollte natürlich nur ein Aprilscherz sein.

Kaffeemühle und so

Ich will heute gerne ein paar Worte über Kaffeemühlen verlieren und dabei will ich vor allem drei Dinge vermitteln die mir wichtig sind.

  • Kaffeemühlen sind essentiell für den Kaffeegenuß.
  • Handmühlen sind viel besser als ihr Ruf.
  • Elektrische Kaffeemühlen mit Schlagmesser sind ein No-Go.

Warum ist eine Kaffeemühle so wichtig? Wer guten Kaffee will, möchte in der Regel auch einen tollen Geschmack und eine Vielfalt von Aromen. Diese Aromen sind leider sehr flüchtig und in der ganzen Bohne noch am allerbesten gebunden. Beim Mahlen und kurz danach gehen über die Hälfte der flüchtigen Aromen flöten und sie landen definitiv nicht mehr in deiner Tasse. Deswegen spricht vieles dafür den Kaffee so kurz wie möglich vor dem Brühen erst zu mahlen.

Besonders viel muß eine Kaffeemühle eigentlich ja gar nicht können. Man sollte den Mahlgrad einstellen können, man sollte Kaffee mahlen können und einmal eingestellt sollte die Mühle den Kaffee vor allem gleichmäßig mahlen. Ich weiß, dann kommen gerne noch Anforderungen dazu wie „sie sollte aber auch nicht so laut sein“, „sie sollte nicht so eine Sauerei machen“ oder auch „ sie sollte nicht so groß sein denn die Espressomaschine nimmt schon soviel Platz weg“ aber das sind Faktoren die ich hier nicht näher beleuchten will.

Bei meinen drei Hauptanforderungen wird auch schon sehr schnell deutlich wieso eine Mühle mit elektrischen Schlagmessern sehr unsinnig ist. Man hat weder eine Einstellungsmöglichkeit um den Mahlgrad festzulegen und das Ergebnis ist auch alles andere als gleichmäßig. Also für unsere Bedürfnisse sehr ungeeignet. Hinzu kommt noch dass die Kaffeebohnen bei dieser Art Mühlen ohne ein Mahlwerk eher zerhackt als wirklich gemahlen werden.

Im Gegensatz dazu kann man bei einer Handmühle in der Regel, zum Teil bestimmt auch etwas mühselig, den Mahlgrad einstellen und das Kaffeemehl ist, je nach Zustand des Mahlwerks, schön gleichmäßig gemahlen. Wir bekommen also quasi alles was wir wollen.

Nicht jeder hat immer die Zeit oder Muse vor dem Kaffee auch noch die Handmühle anzuschmeissen, insofern sind elektrische Mühlen ein klarer Vorteil. Eine ordentliche Handmühle bekommt man allerdings schon ab +/-50 Euro und für eine ordentliche elektrische Mühle sollte man vermutlich eher 3-4 mal soviel ausgeben.

Fußnote: Ich bin auch nur ein Mensch und da ich aktuell ausschließlich eine Handmühle benutze nehme ich mir eine 250g Packung Espresso auch mal gern frisch gemahlen mit, die kommt bei mir nämlich in etwa 10 Tagen weg ;-)

Vom Sinn und Unsinn der Angabe des Röstdatums

Letzte Woche hatte ich Urlaub und war, wie man das halt so als Kaffeeliebhaber macht, Kaffee kaufen. Also ab zur nächstgelegenen Kaffeerösterei. Da ich für den Urlaub mit einer „normalen“ Kaffeemaschine Vorlieb nehmen musste nahm ich dort zwei hauseigene Filterröstungen mit und noch einen abgepackten Espressoblend einer anderen Rösterei.
Im Gespräch und fachsimpeln vertieft und meine wartende Familie bereits im Rücken fiel mir im Laden nicht auf was ich kurz später zu Hause mit großer Verwunderung und Enttäuschung feststellte. Auf den Papiertüten (mit Plastikinnenfolie) stand wirklich null Info zum Kaffee. Auf dem einen stand mit Edding noch „Mexico“ auf dem anderen nur der Name der Mischung aber das war´s.
Kein Röstdatum? Kein MHD? Kein Mischverhältnis, geschweige denn welche Kaffees hier verwendet wurden?
„Das kann´s echt nicht sein“, dachte ich und zur Enttäuschung kam natürlich dazu, dass der eine Filterkaffee schonmal nach nichts (mehr) roch.

Vom MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) des abgepackten Espresso konnte ich zumindest rückdatieren dass der Kaffee relativ frisch war. Aber bei den Filterkaffees, kein Chance. Keine Ahnung wie lange der da schon offen in der Schütte lag.

Wenn ich Kaffee bei einer Rösterei direkt kaufe dann will ich gern wissen, wann der geröstet wurde und was genau da drin ist, denn ich will dass der Kaffee möglichst frisch, oder besser gesagt nicht schon alt ist und ich kenne meine Vorlieben was Espressoblends angeht inzwischen ganz gut und will natürlich dass mir der Kaffee auch schmeckt. Ohne diese Faktoren kann ich mir den ganzen Zirkus auch sparen und auf alle Ewigkeit tazpresso trinken, da weiß ich nämlich das er mir schmeckt.

Was hat es mich früher schon immer genervt, was ausnahmslos für nichtssagendes Geschwafel auf den Kaffeetüten im Supermarkt stand. Von „auserlesenen Provenienzen“ war da die Rede, von „Gourmet Kaffee“ und von „königlichem Hoflieferanten“, aber relevante Infos zum Kaffee, seiner Herkunft, seiner Aufbereitung und seiner Röstung… Fehlanzeige! Insofern ärgert es mich nicht nur als Kunde, wenn von „kleinen“ Röstereien aus welchen Gründen auch immer ähnlich verfahren wird und damit letzten Endes Vertrauen verspielt wird.

Wie siehst du das? Mich interessiert wie eure Erwartungen sind wenn ihr Kaffee kauft oder bestellt. Welche Infos sind für euch interessant bzw. vielleicht sogar entscheidend für den Kauf?

Kaffeemanufaktur Machhörndl

Während ich gerade eine wunderbare Tasse Kaffee aus der Kaffeemanufaktur Machhörndl (Nürnberg) trinke, erinnere ich mich an einen Beitrag über die Kaffeemanufaktur im Bayrischen Rundfunk.

In dem Beitrag geht es neben Latte Art, von und mit Luzia Taschler (@LuZiCoffee), um die Röstung von Kaffee und die Zubereitung mit der AeroPress, wozu Armin Machhörndl interviewt wird. Lustigerweise trinke ich hier gerade denselben Kaffee, den Armin Machhörndl in der AeroPress zubereitet.